Nach langjähriger Tätigkeit als Fachplaner für Gebäudeautomation beschäftigen wir uns auch mit den aktuellen Bedürfnissen der Bauherren und Betreiber. Dabei sind wir immer öfter gefordert, den Nachweis für die prognostizierten Optimierungsmaßnahmen nachzuweisen oder auch das Potential im Bestand einzuschätzen. Hierzu ist das technische Monitoring in seiner vielfältigen Ausprägung ein wichtiges Instrument. Mit der VDI 6041 haben wir nun auch eine Richtlinie, mit der wir die Grundlagen das Monitoring sehr gut darstellen können.

 

 

Definition der Arten des Monitorings nach VDI 6041

Energiemonitoring (EM)

Das EM befasst sich mit der Erfassung und Auswertung von Energie- und Medienverbräuchen, Leistungen und Volumenströmen.

Die Messausstattung umfasst Gas-/Öl-, Wärme-/Kälte-, Strom- und Wasserzähler.

Für weitere Energieträger, wie Holz, Hackschnitzel oder Holzpellets, kann der Verbrauch über die Masse oder das Volumen erfasst werden.

 

Anlagenmonitoring (AM)

Ziel des AM ist die Erfassung und Analyse der Betriebszustände technischer Anlagen.

Mögliche Größen sind beispielsweise Schaltzustände, Betriebszeiten, Temperaturen, Differenzdrücke, Volumenströme, Störmeldungen und die Betriebsweise (Volllast/Teillast).

 

 

Gebäude- und Behaglichkeitsmonitoring (GBM)

Mithilfe der TGA-Anlagen soll eine möglichst angenehme Raumkonditionierung für den Nutzer geschaffen werden.

In diesem Zusammenhang findet das GBM Einsatz in der bauphysikalischen Überwachung von (historischer) Gebäudesubstanz und der Denkmalpflege.

 

Einregulierungsmonitoring (ERM)

Mit dem ERM beginnt die kontinuierliche Überwachung der technischen Anlagen im Gebäudebetrieb sowie deren Optimierung.

Das ERM beginnt mit der Nutzung des Gebäudes und erstreckt sich über zwei Jahre. Während dieser Zeit werden detaillierte Analysen zum Energieverbrauch sowie Funktion und Leistung der Anlagentechnik erstellt.

Über das reale Nutzungsprofil ergeben sich Optimierungspotenziale für den Betrieb der technischen Anlagen (z. B. Nutzungs-/ Schaltzeiten).

 

Langzeitmonitoring (LZM)

Das LZM beginnt nach dem ERM und erstreckt sich über die gesamte Nutzungsphase.

Ziel des LZM ist die Erhaltung des Betriebsoptimums (Kenn- und Sollwerte aus ERM), nötigenfalls durch die Veranlassung entsprechender Maßnahmen.

  • Nachregulierung
  • Instandhaltung
  • Behebung von Fehlern und Ausfällen
  • Verfolgung von Zielvorgaben